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Wir vom Femme Rebellion Fest sind der Meinung, dass sich patriarchale Unterdrückung nur dann überwinden lässt, wenn sich alle gleichermaßen dafür verantwortlich fühlen. Sexistische Gewalt und Vorurteile gehen uns alle an – unabhängig vom Geschlecht, dem wir uns zuordnen oder dem wir zugeordnet werden. Deshalb sollten wir auch in unseren Räumen, in unserem Alltag und auf unseren Partys kollektiv gemeinsam darauf achten, dass wir respektvoll und gleichberechtigt miteinander umgehen. Diese Verantwortung können und wollen wir nicht delegieren! Sie muss immer wieder situativ von neuem wahr- und angenommen werden.

Zugleich ist es manchmal nicht leicht und nicht allen Menschen gleichermaßen möglich, in Konflikten verantwortungsvoll und selbstbewusst zu agieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, verantwortungsvolle und solidarische Awareness-Strukturen aufzubauen, die über ein rein formalistisches oder gar autoritäres Verständnis der Herausforderungen hinausgehen.

 

Gerade auf Partys und Konzerten, wo Menschen zusammen kommen, die (mit oder ohne berauschende Substanzen) u.a. dem Alltag und seinen Regeln und Grenzen ein Stück weit entfliehen wollen, gibt es potentiell sehr viele Situationen, in denen die patriarchalen Machtverhältnisse und der vorherrschende Sexismus sowie das konkrete Handeln der Menschen zu kleinen oder großen Konflikten oder gar Übergriffen führen können. Eine solche Situation kann z.B. entstehen, wenn sich Menschen (teilweise) entblößen. Unsere Überzeugung ist, dass nicht durch (partielle) Nacktheit per se Probleme entstehen, sondern durch Grenzen verletzendes und diskriminierendes Verhalten (und Systeme). Es liegt an uns allen, solchem Verhalten keinen Platz zu bieten.

Wir finden jedes Geschlecht sollte das gleiche Recht und die gleichen Möglichkeiten haben sich frei zu entfalten - alle Körper sind schön! Es kann sein, dass sich Menschen unterschiedlichen Geschlechts auf dem Femme Rebellion Fest zum Beispiel etwas ausziehen.

Wichtig ist aber: nackte Haut zu zeigen oder ein bestimmtes Outfit zu tragen ist keine Einladung für übergriffiges Verhalten und darf umgekehrt auch selbst niemals übergriffig oder belästigend für andere sein!

 

In solchen oder anderen Situationen, in denen Ihr Euch unwohl fühlt oder Übergriffe mitbekommt, wendet Euch gerne an das Awareness-Team oder die Veranstalter*innen. Wir vom Femme Rebellion Fest sind darüber hinaus jederzeit offen für Diskussionen & konstruktiven Austausch, sprecht uns gerne an oder mailt uns, wenn Ihr Gesprächsbedarf dazu habt.

weiter gedacht...

Uns ist bewusst, dass es auch in linken Kreisen (noch) keine Räume gibt, die frei von patriarchalen und anderen Herrschaftsstrukturen sind und deshalb bspw. Nacktheit noch immer sehr unterschiedliche Konsequenzen & Risiken für Flinta-Personen oder (Cis-) Männer bedeutet. Wir verstehen daher auch Prinzipien wie "no shirt - no service" und wenden uns nicht dagegen. Wir möchten mit dem Femme Rebellion Fest aber einen Schritt weiter in Richtung unserer Utopie gehen und ausprobieren, welche gemeinsamen Freiheiten/Freiräume möglich sind, wenn wir vom Prinzip ausgehen, dass die Besucher*innen des Femme Rebellion Fest diese Utopie teilen und sich deshalb solidarisch und herrschaftssensibel verhalten wollen. Auch wenn Utopien nie ohne Konflikte und Auseinandersetzungen zu gewinnen sind: Wir glauben, dass wir uns gemeinsam größere Freiheiten und Gleichberechtigung erkämpfen können!

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